Zur Geschichte der BGV

Die Bayerische Grundstücksverwertung Dres. Ulrich u. Spannruft GmbH – kurz BGV – gibt es in der jetzigen Rechtsform seit dem 12.11.1969, also seit über 45 Jahren. Die Geschichte der Gesellschaft geht aber viel weiter zurück:

Das bisher älteste Dokument ist ein Kaufvertrag vom 07.01.1930, beurkundet vor dem Notariat München XVII:

Es erschien Herr Michael Bergmeier, Gesellschaftsdirektor in München, handelnd auf Grund „hierher festgestellter“ Vertretungsbefugnis aus dem Handelsregister für die Firma Bayerische Grundstücksverwertung GmbH mit dem Sitz in München, Luisenstraße 17 und verkaufte an die Telegrafen-Assistentensehegatten Mair ein 0,077 ha großes Grundstück in Gräfelfing für 2750 Goldmark, „sohin 30 Goldpfennige pro Quadratfuß“.

Die BGV war damals eine selbstständige Tochtergesellschaft der Bayerischen Eisenbahnerbank AG München. In den Wirren der damaligen Zeit ging diese Bank jedoch in Konkurs; die für die Grundstücksverwertung zuständigen Bankdirektoren übernahmen die Firma Bayerische Grundstücksverwertung und verlegten den Firmensitz in das Stachusrondell, Karlsplatz 7.

Aufgrund der Gesetzgebung des Dritten Reiches erfolgte die Umwandlung der GmbH in eine OHG. Aus dieser Zeit sind verschiedene Anzeigen bekannt.

z.B.: In den Münchner Neuesten Nachrichten vom 09.04.1938 wurden Bauplätze für Villen, Ein- und Zweifamilienhäuser angeboten.
Auch in der Unterhaltungsbeilage des Berliner Lokalanzeigers vom 30.03.1941 konnte man eine Annonce finden.
In der Samstagsausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 06.10.1945 bot die BGV auch ihre Dienste für Schätzungen, Gutachten beschädigter Gebäude, fachmännische Beratung beim Verkauf und Wiederaufbau zerstörter Häuser, Finanzierungen, Vermietungen und Verpachtungen an.

1947 verstarb der damalige geschäftsführende Gesellschafter und die Firma ging auf seine Erben über. Im Laufe der folgenden Jahre reduzierten sich die Geschäfte und schließlich wurden alle Tätigkeiten eingestellt.

Am 12.11.1969 initiierten die Brüder Dr. Christof Ulrich und Dr. Albrecht Ulrich mit ihren Mitgesellschaftern die Wiedererstehung der BGV und gründeten die Gesellschaft in der jetzigen Rechtsform. Damals noch mit dem Sitz in Tutzing, wurde die BGV am 04.12.1969 ins Handelsregister unter gleichzeitiger Löschung der noch bestehenden „Einzelfirma Bayerische Grundstücksverwertung“ eingetragen.

Kurioses am Rande: Da beide Brüder Ulrich den Doktortitel trugen, wurde verlangt, dass dies aus der Firmenbezeichnung hervorgeht, daher Dres..

Gleichzeitig wurde auch die Bayerische Grundstücksverwertung Dres. Ulrich u. Spannruft KG gegründet, die vornehmlich die Grundstücksgeschäfte tätigte, bis sie schließlich am 01.07.1978 von der GmbH übernommen wurde.

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